Können auch Kolli, die nicht in Container hineinpassen, auf Containerschiffen fahren?

Packstücke, die nicht in einen Container hineinpassen, werden auf sogenannte Flats oder Flat Racks verladen. Das sind Container-Unterbauten ohne Seitenwände. Natürlich bleiben dann auf dem Schiff die Stellplätze neben diesen Einheiten frei. Durch entsprechende Gerüste oder Stützsegmente können über diesen Einheiten wieder Container gestaut werden. Meistens werden diese Flats aber auf den obersten Stellplätzen verstaut. Oft kann auch beobachtet werden, dass auf den vordersten Luken Flats mit Kisten und Verschlägen stehen. Das erinnert dann an Galionsfiguren. Auf diesen Stellplätzen werden ganz besondere Anforderungen an die Sperrschichten und an die Konservierung gestellt.

Flatracks mit übergroßen Kisten auf Deck

Decksladung Luke 1, übergroße Kisten auf Flatracks

In kalten Fahrgebieten können die Kolli gänzlich mit zentimeterdicken Eisschichten belegt werden. Bei schwerer See können hohe Wellen und sogar Seeschlag auf die Behälter gelangen. Was zu jedem Zeitpunkt der Passage vorherrscht, ist Wind. Ein modernes Containerschiff reist mit einer Geschwindigkeit um die 20 Kn. Diese Eigengeschwindigkeit entspricht bereits der Windstärke 5. Dazu addiert sich die herrschende Windgeschwindigkeit des Fahrgebiets. Das heißt, dass extreme Winde auf die Behälter einwirken können. Je mehr Wind, desto mehr Aerosole, feinste Salzpartikel in der Luft, die fast ungehindert in die Außenverpackungen eindringen können.

Der Salzgehalt der Seeluft hängt nach einer einfachen Formel vom Wind ab: Viel Wind heißt viel Salz!

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