Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance

Ich habe ein naives Bild von einem amerikanischen Unternehmer, der eine große Firma irgendwo in der texanischen Prairie hat und dort seine Dollars macht. Der sieht bei mir so auch aus wie JR Ewing aus der Fernsehserie Dallas, mit einem ThreeGallonsHat und Cowboystiefeln aus Schlangenleder.

Er kauft in Deutschland eine neue Anlage, sagen wir für 20 Millionen. Ein halbes Jahr spätzer wird die Anlage angeliefert. Ein Anlass für ein großes Fest. Ein BBQ mit vielen wichtigen Leuten, Mitarbeitern, Famile und Freunden. American Style.

Stolz kann er gleich die Anlage präsentieren, die er sich gekauft hat. Am Horizont sind die ersten von zehn Trucks zu sehen. Alles ist in gespannter Erwartung. Die Ersten fahren vor und unser Unternehmer ist total geschockt. Zerlumpte, lieblos zusammengezimmerte Kisten auf der Pritsche. Markierungen krumm und schepp, Wasser läuft heraus.
Was wird er zu so einem Murks wohl sagen, was ist sein erster Eindruck?

Klar doch, er ist total enttäuscht und sagt:

Kaum zu glauben, ich zahle 20 Millionen und die bringen es nicht einmal fertig, die wertvollen Maschinen ordentlich zu verpacken

An dieser Stelle drehen wir den Film einmal zurück zu folgendem Szenario:

Die ersten Trucks fahren vor und haben Kisten auf der Pritsche, wie sie noch keiner gesehen hat. Absolut top, nur erstklassige astfreie Hölzer und super passgenau verarbeitet. Die Markierungen und Symbole: Die reinsten Kunstwerke.

Was wird er als guter Geschäftsmann jetzt dazu sagen?

Das ist doch kein Wunder, dass ich so viel Geld bezahlen musste. Schaut euch doch mal diese teueren Verpackungen an

Das eine Extrem ist so inakzeptabel wie das Andere.

Dabei in Mitte und genau richtig zu liegen ist die Aufgabe und Kunst zugleich. Die heißt professionelle Exportverpackung 2.0 und ist darauf ausgerichtet, dem Sicherheitsinteresse des Versenders und der Erwartung des Empfängers gerecht zu werden. Optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Gehen Sie von Ihrem eigenen Einkaufsverhalten im Supermarkt aus. Sie greifen immer erst zur Verpackung. Und daran entscheiden Sie nach Ihrem ersten Eindruck, was Sie kaufen werden und was Sie besser liegen lassen.

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